The Forgotten City ist eine verblüffende, geschliffene Skyrim-Mod und steuert auf eigenständigen Release zu

In Übereinstimmung mit seinem Namen und der Thematik ist The Forgotten City gleichermaßen ein erst noch erscheinendes Spiel wie eines, das schon seit gefühlten Ewigkeiten verfügbar ist. Nachdem ich stets einer der wenigen Ausharrenden war, denen Skyrim nicht mehr als “meh“ entlockte, startete ich es diese Woche für einen Rundgang in der Forgotten City – die als umfangreiche Mod für The Elder Scrolls 5 begann. Im kommenden Jahr 2019 erfolgt eine eigenständige Veröffentlichung mit erweiterter sowie neuer Lore, doch die faszinierenden Mechaniken bleiben intakt.

TFC wirkt, als hätte es noch nicht den gebührenden Respekt bekommen, der ihm eigentlich zustehen sollte. Auf der E3 2018 gab es eine schnelle Trailer-Enthüllung, aber davon abgesehen ist es seit Jahren in seinem Grundzustand spielbar. Und dieses Grundspiel ist ein so verblüffendes, geschliffenes und gelungenes Produkt, nicht nur ein Prototyp für eine höhere Idee.

Schöpfer Nick Pearce hätte nicht mit dem Schreiben begonnen, hätte ihm nicht ein willkürlicher Kerl auf der Straße ins Gesicht geschlagen. Für die Details über seine persönliche Geschichte und darüber, wie er damit sogar Awards einheimsen konnte, empfiehlt sich dieses Kotaku-Interview. Es enthält außerdem eine mehr als 100 Seiten starke Game-Design-Dokumentierung, die Pearce zusammenstellte, bevor er mit seinen Modding-Bemühungen begann. Ich schätze diese hochgradige Hingabe, aber verstehe auch genau, warum derlei detailorientierte Arbeit in The Forgotten City einfließen musste.

Es wäre nachlässig, nicht das Blog-Posting des Spielentwicklers Robert Yang einzubinden, das sich darum dreht, wie das Spiel seine Entscheidungen präsentiert. Vorsicht: Eine Menge Spoiler stecken darin. Überspringt die Lektüre lieber, wenn ihr unbefangen an TFC herangehen möchtet.

Nach meinem ersten Durchgang möchte ich nicht zu viel verraten. Euer Skyrim-Charakter fällt durch ein Loch in eine antike Stadt, wo ihr zunächst einen toten Mann trefft und dann eine Reihe Geheimnisse lüften müsst, die darauf hinleiten, wieso die komplette Location in einem stetigen Mash-up aus “Täglich grüßt das Murmeltier“ und “Bis in alle Ewigkeit“ gefangen ist. Nur mit deutlich mehr Morden. Die ursprüngliche Mod ist eine fesselnde Mischung aus der Intention zuwiderlaufender Logik und überzeugender Schreibarbeit, die der kommende Stand-alone-Titel hoffentlich ausbauen kann.

Wohin es geht? An sonderbare, sehr sonderbare Orte.

Ihr findet das Spiel bei Steam und könnt es dort auf die Wunschliste setzen. Derzeit gibt es nur eine vage Release-Einordnung in Form von “2019“, aber das ist heutzutage ja alles subjektiv. Bis dahin hier der Trailer von der E3 2018:

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