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Lawbreakers' Scheitern stärkte Digital Extremes darin, The Amazing Eternals einzustellen

Amazing Eternals

Im Herbst vergangenen Jahres stellte Digital Extremes die Weiterentwicklung des Helden-Shooters The Amazing Eternals ein. Auch wenn damals unter anderem vom “Drücken des Pauseknopfes“ die Rede war, ist es recht unwahrscheinlich, dass wir das Spiel noch einmal in genau der Form wiedersehen werden. Während Blizzards ähnlich beschaffenes Overwatch als eine der Herleitungen fürs In-die-Tonne-Treten ein No-Brainer ist (wer würde schon in dem Terrain wildern wollen, was, Gearbox?), lag die Entscheidung auch an einem anderen Spiel, aus anderen Gründen – an Lawbreakers und seinem Misserfolg.

Das erzählte Digital Extremes‘ Meridith Braun gegenüber PCGamesN und sprach von The Amazing Eternals als “richtiges Spiel zur falschen Zeit“. Und: “Die kompetitive Landschaft war recht happig. Wir erlebten gerade, wie Lawbreakers zu kämpfen hatte, und das war ein fantastisches Spiel, also war es eine traurige Angelegenheit“.

Zu diesem Zeitpunkt fasste Digital Extremes eine geschlossene Beta für The Amazing Eternals ins Auge, aber so weit kam es nicht mehr. Wer in das Gründerprogramm investiert hatte, um sich einen Beta-Zugang zu erkaufen, erhielt sein Geld zurück.

In die Quere kam zweierlei. Zum einen Lawbreakers, ein schneller, wunderbar kinetischer Shooter von Cliff Bleszinskis damals neuem Studio Boss Key Productions. Dieser war ohne Frage eine tolle Sache, aber auch eine tote Sache, weil ihn niemand spielen wollte. Von Beginn an hatte Lawbreakers erst mit dürftigen, später mit desaströsen und schließlich existenzbedrohenden Spielerzahlen zu kämpfen, die Boss Key den Todesstoß versetzten. Der hastig zusammengeschusterte Battle-Royale-Shooter Radical Heights konnte das Unternehmen nicht retten.

Digital Extremes wollte sich diesem Risiko und Konkurrenzkampf des Battle-Royale-dominierten Marktes nicht aussetzen und stellte Amazing Eternals ein, auch zugunsten von Warframe. Es ist schon seit Langem kein Geheimnis mehr, dass der Sci-Fi-Shooter das Studio gewissermaßen mit seiner Zugkraft rettete. Die Ankündigung der Ebenen-von-Eidolon-Erweiterung sorgte für eine “Explosion und Verdopplung der Warframe-Belegschaft“, sagt Braun. “Plötzlich war das der Ressourcenfresser, den wir nicht haben kommen sehen.“

Die Ebenen von Eidolon sind ein offenes Gebiet mitsamt Tag-Nacht-Wechsel, riesigen Monstern und diversen Betätigungsmöglichkeiten für Spielergruppen. Sie sorgten Ende 2017 für ein Allzeithoch von mehr als 120,000 gleichzeitigen Spielern. Im Laufe dieses Jahres soll eine Erweiterung namens Railjack erscheinen, in der ihr mit Freunden in ein Raumschiff steigt, abhebt und nahtlos übergeht in Weltraumkämpfe.

Ein sehr rüstiges und ausbaufreudiges Fundament, so viel ist sicher (belegt von den laut Steamcharts nach wie vor bombigen Warframe-Spielerzahlen), und für Digital Extremes Grund genug, die Bemühungen dafür zu bündeln. Nachdem das Studio die dürftigen Zahlen der geschlossenen Amazing-Eternals-Beta mit Plains of Eidolon ins Verhältnis setzte, “war es ein guter Geschäftssinn, die nötigen Ressourcen zurück zu Warframe zu leiten“.

“Es war eine schwierige Entscheidung, aber zu dieser Zeit die richtige.“

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Sebastian Thor

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