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Anime-Soulslike Code Vein verschiebt sich ins nächste Jahr

Der Anime-Vampir-Hack-and-Slasher Code Vein ist noch nicht ganz bereit, den Gang ans Tageslicht anzutreten. Bizarrerweise nennt Bandai Namco die positiven Reaktionen der Spieler als Grund, die Entwicklung zu verlängern, und schickt das Spiel bis zum nächsten Jahr zurück in seinen Sarg.

Offiziell rutscht es damit vom 28. September 2018 in dieses geheimnisvolle “2019“. Wer auf einen Gamescom-Auftritt im kommenden Monat hoffte, findet nichts als Staub und einen Fledermausguano, wo eine spielbare Demo sein sollte. Folgendes hat Bandai Namcos VP of Marketing and Digital, Hervé Hoerdt, zu sagen:

“Code Vein erhielt eine Menge positives Feedback von eifrigen Fans, die in den vergangenen neun Monaten Zugriff auf eine in der Entwicklung befindliche Version hatten. Bewaffnet mit dem Wissen, wie gut das Spiel bereits aufgenommen wurde, haben wir uns zu einer Verschiebung entschieden, um das Spielgefühl weiter zu verfeinern und die Erwartungen der Fans noch zu übertreffen. Es war eine schwere Entscheidung, aber wir denken, es ist die richtige.“

Auch wenn ich mich auf Code Veins Kampfsystem freue, muss ich bei der übertriebenen Goth-Anime-Ästhetik die meiste Zeit kichern. Man könnte sie als Mischung aus Dark Souls und Bloodborne beschreiben, nur ohne jeglichen Feinsinn oder die Kleinigkeiten von einem der beiden. Wir hätten da widersinnige Architektur, Bossgestaltung der Marke “Alles ist möglich“ und so viel grundlos bestehendes Dekolleté, wie die Entwickler liefern können, um trotzdem ungeschoren davonzukommen, während die Protagonisten technisch gesehen angezogen sind. Es ist eine sehr ernste Art von Albernheit.

Ein typisches Beispiel: diese maximalistische Umgebungsgestaltung oberhalb, die aussieht, als hätte jemand Dark Souls‘ berühmtes Anor Londo per Copy-and-Paste und ohne erkennbaren Grund auf sich selbst gesetzt. Ist es noch ein fliegender Stützpfeiler, wenn er nichts stützt? Ich bin kein Architekt, aber ziemlich sicher, dass es so nicht funktioniert.

Die Brüste der Lady oberhalb scheinen betroffen von einer sehr speziellen Form des Anime-Vampirismus, der sie zur Stoffverzehrung zwingt. Sie sind auf jeden Fall gefährlich, auf der Flucht und umzingeln bestimmt gerade in diesem Augenblick den Kopf des armen Mannes.

Nicht alles ist schrecklich. Schön zu sehen, dass Vikarin Amelia aus Bloodborne nach wie vor Arbeit findet – und darüber hinaus ein paar schickere Klamotten. Für eine haushohe Wolfsbestie dürfte es nicht so einfach sein, die richtige Größe zu finden.

Man könnte so weitermachen (beispielsweise gibt es zwei Bosse, die wie eine weibliche Version von Ornstein und Smough aussehen), aber es sollte klar sein, dass Code Vein seine Inspirationen weniger subtil aufs Handgelenk als vielmehr über den kompletten Körper tätowiert trägt. Trotzdem freue ich mich darauf, es in seiner lächerlich übertriebenen Pracht zu spielen. Hoffentlich kommt ihm die zusätzliche Zeit in den Schatten zugute.

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