Fortnite macht so viel Geld, dass Epic den Anbietern auf dem Unreal-Marktplatz höhere Gewinne zuspricht

Falls ihr Epic Games‘ Unreal-Engine-Marktplatz in die eigene Finanzplanung einbeziehen möchtet, weil ihr schweinecoole Assets habt, auf die niemand verzichten darf, ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen. Es zeigt sich, dass acht Milliarden Spieler in Fortnite einiges bewegen können, im besten Fall eine beträchtliche Angleichung der Umsatzverteilung bei jedem über den Marktplatz getätigten Kauf. Während das Battle-Royale-Schlachtross wiehernd durch den täglichen Dialog trampelt und alles im Weg Stehende niederwalzt, verdient Epic so lächerlich viel Kohle, dass sie den Entwicklern rückwirkend höhere Gewinne zusprechen.

So etwas passiert nicht jeden Tag, aber heute und hier. Ab sofort erhalten Entwickler, die Inhalte auf dem Unreal-Engine-Marktplatz anbieten, 88 Prozent des Umsatzes – der Rest geht an Epic. Vormals war eine vielerorts übliche 70-30-Teilung im Einsatz, wie sie etwa bei bei Steam, im App- und im Google-Play-Store vorherrscht.

Mehr noch: Epic nimmt diese Änderungen rückwirkend vor, und zwar bis ins Jahr 2014, als der Marktplatz seine Tore öffnete. Kurz darauf machte der Hersteller die Nutzung der Unreal-Engine komplett kostenlos. So mancher Marktplatzanbieter dürfte nun mit einem saudämlichen Grinsen vor dem Monitor sitzen und Probleme haben, es sich wieder aus den Wangen zu wischen. Insgesamt fließen viele Millionen Dollar zurück an sie. Playerunknown’s Battlegrounds ist eines der prominentesten Spiele, die Assets vom Marktplatz nutzen.

Laut der von Epic veröffentlichten Mitteilung haben sich bis zum Juli 2018 mehr als 6,3 Millionen Nutzer für die Unreal-Engine 4 entschieden, “eine Steigerung um eine Million User seit März“, heißt es. Inzwischen bieten mehr als 1500 Entwickler über 5000 kuratierte Produkte auf dem Marktplatz an. Gute Zeiten für all diese Leute, da sie ab sofort mehr Geld damit verdienen als zuvor.

Epic-CEO Tim Sweeney führt das Wachstum des Marktplatzes und – vor allem – Fortnites absurden Erfolg als Grund für die Umverteilung an. “Die Einsparungen können wir an die Unreal-Engine-Marketplace-Community weiterleiten, während Epic gleichzeitig einen ansehnlichen Gewinn erzielt.“ Übersetzt heißt das ungefähr: “Leute, wir wissen nicht, wohin mit der Kohle! Unsere Katzen reden schon lange nicht mehr mit uns, weil sie nach der Kaviarmästung die Schnauze voll haben. Also können wir euch genauso gut was abgeben und sind trotzdem noch stinkreich, bruhahaha“.

Allein im Mai spielte Fortnite auf sämtlichen Plattformen über 300 Millionen Dollar ein. Auch der Mobile-Ableger läuft überaus erfolgreich.

Was nicht erfolgreich lief, war Epics MOBA Paragon, das zugunsten von Fortnite eingestellt wurde. Eine weise Entscheidung, vorsichtig ausgedrückt. Die Assets des Spiels findet ihr nach wie vor zur kostenlosen Nutzung auf dem Unreal-Marktplatz. Der Hersteller weist bereits mehr als eine Million Downloads aus.

Oh, und Fortnites Season 5 ist gestern gestartet, aber man kann derzeit kaum auf die Straße gehen, ohne über Fortnite zu stolpern. Es ist überall, vielleicht schon unter eurem Bett.

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