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AMD bringt den Athlon zurück – mit der 200GE-CPU auf Vega-Basis

 

 

 

AMD hat heute eine neue Generation von Radeon Vega CPUs in Form des Athlon 200GE angekündigt. Ja, ihr lest richtig, nach mehr als einem Jahrzehnt Stille ist der Athlon von den Toten auferstanden.

 

In der neuen Variante wurde der Chip als jüngerer Cousin des AMD Vega-basierten Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G Chips entworfen. AMDs klassische Marke ist als idealer Prozessor für Allerwelts-PCs bekannt, daher wird auch dieser kleine Chip nur $ 55 kosten, wenn er am 18. September in den USA erscheint. Ein Europa-Termin steht allerdings noch aus. Bei angepeilten US-Preis wird er Intels Low-End-Chips ganz schön Beine machen.

 

Der Athlon 200GE basiert auf der gleichen x86-Zen-Architektur wie AMDs flinkere Ryzen-CPUs. Es geht um einen mit 3,2 GHz getakteten Dual-Core-Chip mit drei Vega-Grafikbeschleunigern und einer verschwindend geringen Leistungsaufnahme von 35 Watt.

Natürlich kann er mit Spezifikationen wie diesen keinesfalls die zweite Generation des Ryzen 5 2600 / 2600Xs und Ryzen 7 2700 / 2700Xs ersetzen oder Intels Core i3, i5 und i7 gefährlich werden. Dank der Onboard-Vega-Grafik könnte der schnuckelige kleine Rechenknecht jedoch eine preiswerte Option für geschrumpfte Medien-PCs oder einfache Esports-Geräte sein.

 

Im Vergleich zu Intels Pentium G4560-CPU (die in Großbritannien vergleichbare 58 Pfund und in den USA 73 USD kostet), soll der neue Athlon 200GE laut AMD 67% schneller sein, wenn es um die Grafikleistung in der Benchmark-Software „3D Mark“ geht. Seine CPU-Leistung im Cinebench R15 ist zugegebenermaßen 3% langsamer als die des G4560 gemäß den eigenen Waschzetteln von AMD, aber das ist immer noch ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass der G4560 sowohl teurer ist als auch eine höhere Leistungsaufnahme von 54 W hat.

 

Es bleibt abzuwarten, ob er sich als brauchbare Gaming-CPU entpuppt, aber AMDs erste Zahlen sehen ziemlich vielversprechend aus. Zumindest, wenn man sich mit HD-Ready-Auflösungen  wie etwa 1280 x 720 Pixel zufriedengibt.

 

In Fortnite beispielsweise, soll der Chip laut AMD bei 720p bis zu 49fps in der niedrigen Grafikeinstellung schaffen, während der G4560 nur 28fps auf die Reihe bekommt. Ein ähnlich großer Sprung kann in Overwatch bei diesen Einstellungen beobachtet werden, wobei der 200GE durchschnittlich 59 fps im Vergleich zu den 32 fps des G4560 auf die Mattscheibe zaubert.

 

Das klingt vielleicht nicht besonders verlockend für diejenigen von uns, die gewohnt sind, alles auf High bei 1080p oder höher zu spielen, aber die 200GE ist nicht nur darauf beschränkt, Spiele auf Low zu spielen. In Rocket League kann der 200GE beispielsweise 67 fps bei Medium-Einstellungen in 720p rendern. Der G4560-Prozessor schafft nur 40 fps. Und in League of Legends bei Ultra-Grafik in 720p liegt der 200GE mit durchschnittlich 111 fps fast mit einem doppelten Wert vor den 67 fps des G4560. Der 200GE kann auch in CS: GO auf Ultra glatte 71fps rendern, womit er die 45fps des G4560 locker schlägt.

 

Das einzige Spiel in der ausgewählten Testgruppe von AMD, bei dem die 200GE keinen massiven Geschwindigkeitsschub bringt , ist DOTA 2. Dort sind es immer noch bessere 65 fps bei niedriger Qualität in 720p, aber der G4560 liegt mit seinem Durchschnitt von 58 fps nicht weit dahinter. Wenn man bedenkt, dass der neue 200GE-Chip um einiges billiger sein wird als der G4560, ist das immer noch ein massiver Vorteil, wenn man einen eSports-PC bei niedrigem Budget bauen möchte.

 

Der Athlon 200GE wird in jeden etablierten AM4-Sockel-passen und mit den entsprechenden Motherboards kompatibel sein, eingesetzt, sofern es zu jenen gehört, die von AMD bis 2020 unterstützt werden. Ein sorgenfreies Upgrade ist somit garantiert, zumal dadurch etliche weitere Annehmlichkeiten unterstützt werden, die moderne Gaming-PCs bieten. Beispielsweise DDR4 RAM, USB 3.1 der zweiten Generation und NVMe SSD-Laufwerke, sofern erwünscht.

 

Ein besserer Deal als der AMD Ryzen 3 2200G? Das ist noch nicht klar, aber der neue kleine Chip hat gute Chancen auf eine steile Karriere!

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Denis Brown

Contributor

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