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Fear and Hunger ist ein Dungeon Crawler, der euch ans Mark geht!

Fear & Hunger ist ein Horror-Dungeon-Crawler von Miro Haverinen, der Darkest Dungeon fröhlich und nachsichtig erscheinen lässt. Ursprünglich im Dezember veröffentlicht und noch immer im Inhalt wachsend, flog es bisher unter dem Radar vieler Rollenspielfans. Es ist gnadenloser Stoff. Ihr steigt nicht auf. Ihr rennt eher davon, da die Monster euch oft mit einem Treffer töten können oder euch entstellt zurücklassen. Zerstückelung ist sowohl für euch als auch für eure Feinde eine Bedrohung, und Sicherungspunkte sind leider nicht so sicher, wie der Name es nahelegt. Das Spiel hat noch immer raue Ecken und Kanten, aber es hat die seltene Eigenschaft, den Spieler wirklich verunsichern und verletzlich wirken zu lassen. Schaut euch die Demo hier an oder werft einen Blick in den Trailer.

Seid gewarnt, denn wo es angebracht ist, setzt Fear & Hunger jede Art von Gewalt ein, einschließlich jene sexueller Natur. Zum Glück ist das meistens impliziert oder bündig beschrieben, aber wenn das ein Deal-Breaker sein könnte, ist es nur fair, euch vorab davon in Kenntnis zu setzen. Es gibt sogar einige Monster mit Genitalien, die wie ein Bein anvisiert werden können. Trotzdem sind solche Details weit vom Fokus des Spiels entfernt. Meistens werdet ihr nur von Tod, Verfall und Schmerzen heimgesucht. Gesundheit und Geisteszustand sind flache Prozentsätze. Daher bedeutet 50HP Schaden, dass ihr halb tot seid und viele Angriffe euch schwer zusetzen. Der rundenbasierte Kampf ist schaffbar, aber nur schwer genießbar.

RPGs sind oft Machtphantasien. Ihr habt Erfahrungslevel, erwirtschaftet Beute, tötet größere und immer größere Monster, Aber nicht in diesem Spiel. Von den vier Startfiguren, aus denen ihr wählen könnt, ist der Ritter am besten gerüstet, um sich mit den Schrecken unter ihm zu beschäftigen, aber selbst er kann plötzlich sterben. Ihr werdet zwar in der Regel darüber benachrichtigt, dass ihr bei einem Angriff kontern oder entkommen könnt, doch fordern viele härtere Attacken der Feinde dazu auf, sich zwischen Kopf oder Zahl zu entscheiden. Werft eine Münze und findet heraus, ob ihr gerade ein Gruppenmitglied oder Gliedmaßen verloren habt. Ein Verlusst von Körperteilen ist fast immer von Dauer, obwohl dunkle Rituale es ermöglichen, ein anderes Gruppenmitglied zu opfern, so dass ihr als Fleischpuzzle-Frankenstein mit einer vollständigen Ergänzung der Körperteile wiedergeboren werden könnt.

Die Monsterdesigns sind häufig grotesk, aber egal wie seltsam sie werden, es gibt immer die Möglichkeit, mit ihnen zu reden. Manchmal funktioniert es sogar und ihr werbt einige unerwartete Gruppenmitglieder an. Erwartet das Unerwartete: Jeder Lauf hat bekannte Bereiche und die gleichen absichtlich wage gehaltenen Storystränge. Die Karten, die ihr erkundet, können sich ebenso wie die Beute unterscheiden. Zumindest ist der Tod nicht zu frustrierend – es ist möglich, das Spiel in weniger als einer Stunde zu „gewinnen“, obwohl es viel mehr Zeit, Mühe und Blut braucht, um wirklich tiefer in das Spiel einzutauchen und alle Fähigkeiten zu entdecken.

Es gibt natürlich einige Kritikpunkte. Gelegentliche Tippfehler im Skript zerstören manchmal die Stimmung, die Artworks schwanken in ihrer Qualität und einige der sexuellen Aspekte des Horrors fühlen sich ein bisschen erzwungen an. Trotzdem ist ein ähnliches Konzept bisher noch nicht gesehen worden. Es gibt eine Vielzahl von Enden, auf die man hinarbeiten kann (fast alle sind schlimme Ausgänge), zudem gibt es zufällige große Ereignisse, die einen Durchlauf spektakulär erschüttern können. Der Entwickler hat auch einige dunkle Pläne für zukünftige Updates – er lässt Patch-Notizen gerne absichtlich vage. Dieses Spiel schmerzt, aber es ist ein guter Schmerz. Vielleicht mögt ihr es auch, aber wenn ihr ohne Beine aufwacht, dann behauptet nicht, ihr wärt nicht gewarnt worden.

Fear & Hunger ist jetzt auf Steam und Itch erhältlich (wo ihr auch eine Demo finden könnt). 6,59 € kostet der Spaß. Bitte beachtet die Inhaltswarnungen des Spiels.

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Denis Brown

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