Die 50 besten Shooter für den PC Die 50 besten Strategiespiele für den PC

Sweeny im Selbstlos-Wahn: Angeblich würde der Epic-Store von Exklusivdeals absehen, wenn Steam mehr Gewinn an Entwickler abtreten würde

Epic Games würde alle Pläne aufgeben, für Spiele zu zahlen, die ausschließlich in ihrem Store angeboten werden, falls sich Valve zu einer geringeren Vertriebsgebühr bei Steam entschließen würde, so Epic-Chef Tim Sweeney. Das ist eine bemerkenswerte Behauptung. Sollte jemand wirklich bei einem Angebot von 6 Millionen Euro einen der eigenen Finger abhacken? WEHE JEMAND WAGT ES, DIESEN BLUFF ANZUZWEIFELN!

Epic startete den eigenen Marktplatz im letzten Dezember mit einer Reihe mittelgroßer Indie-Exklusives, aber inwzischen bezirzte Epic große Publisher und zahlte für Spiele wie Borderlands 3 , The Division 2 , Metro Exodus und Anno 1800 eine Menge Geld, um Steam ein Schnippchen zu schlagen.

Einer der Hauptvorteile des Epic Games Store für Entwickler und Publisher ist, dass Epic bei jedem Verkauf nur 12% des Verkaufserlöses erwirtschaftet, im Gegensatz zu Steams Start-Cut von 30% (für wirklich große Spiele wird die Gebühr auf 20% reduziert). Das andere ist, dass Epic scheinbar riesige Mengen an Bargeld ausspuckt, um Exklusivtitel zu kaufen und Spiele von Steam und anderen Geschäften fernzuhalten. Diese umstrittene Praxis – so scheint Sweeney jetzt zu behaupten – ist altruistisch motiviert. Sie wollen einfach, dass Valve die eigene Politik überdenkt.

„Wenn sich Steam für alle Entwickler und Publisher auf einen festen Umsatzanteil von 88% verpflichten würde, ohne große Nachteile zu haben, würde Epic schnell einen Rückzug von Exklusivmitgliedern organisieren (während wir unsere Partner-Verpflichtungen einhalten) und überlegen, unsere eigenen Spiele auf Steam zu platzieren“, sagte Sweeney auf Twitter über Nacht inmitten einer langen Argumentationskette.

„Ein solcher Schritt wäre ein ruhmvoller Moment in der Geschichte des PC-Spiels und hätte für die kommenden Generationen weitreichende Auswirkungen auf andere Plattformen“, fuhr er fort . „Dann könnten die Martkplätze wieder ihrer Rolle zukommen, einfach nur schöne Läden zu sein, statt eine Art Bundesbehörde für Entwickler.“

Eine nette Idee, aber doch eine Aussage, die man ihm kaum abnimmt. Die Absich von Epic, Super-Zaster für Exklusiv-Kunden zu bezahlen, besteht darin, ihren eigenen Store zu stärken, und zu versuchen, ein profitabler Rivale zu werden, indem sie große Spiele von großen Entwicklern und Publishern sichern. Sie verbrennen jetzt sehr viel Geld, um Nutzer zu gewinnen und in Zukunft noch mehr zu verdienen. Sweeneys Aussage, dass sie es nur tun, um Steam dazu zu drängen, Entwickler besser zu behandeln, wirkt lächerlich. Ihr Marktplatz ist aus kundensicht schlechter als die meisten der Konkurrenten.

Sicher sollte man den Grundgedanken unterstützen, dass Valve den Entwicklern einen größeren Anteil an Steam-Verkäufen abgibt. Auf der anderen Seite sollte man aber auch bedenken, dass Epic sich einerseits um das Wohl von Entwicklern kümmert und andererseits angeblich die eigenen Mitarbeiter massiv überarbeitet hat.

Epics Wunsch, als Retter der PC-Spielen gesehen zu werden, ist frustrierend. Die überbegeisterte (und unaufrichtige) Übertreibung von Sweeney und anderen Industriekennern weckt das gefühl, wir seien doof. Dabei haben wir nicht einmal Gearbox-Chef Randy Pitchford einbezogen. Er sagt, dass das nächste langweilige Spiel, das Epic exklusiv verteibt, das vermeintliche Monopol von Steam beenden wird. Klar, hier hgeht es ums Geschäft und Unternehmen brauchen und wollen Geld, aber es wäre schöön, wenn sie auf diese durchschaubare TV-Prediger-Masche verzichten würden.

verschlagwortet mit .

Wenn Sie auf unsere Links zu Online-Shops und einen Kauf tätigen, erhalten wir ein paar Cent. Infos dazu finden Sie hier.

Who am I?

Denis Brown

Contributor

More by me

Support RPS and get an ad-free site, extra articles, and free stuff! Tell me more